
Kasse für Gastronomie (Restaurant, Café, Imbiss)
Bei 15.000 € Kartenumsatz im Monat kostet das günstigste Kartenterminal 138 € Gebühren im Monat (SumUp Zahlungen Plus). Eine Pflicht zur elektronischen Kasse gibt es nicht. Auch mit offener Ladenkasse ist aber jeder Vorgang einzeln aufzuzeichnen – die Erleichterung gilt nur für den Warenverkauf (§ 146 Abs. 1 AO). Wer eine elektronische Kasse benutzt, braucht eine zertifizierte TSE.
Pflichten für Gastronomie
- Restaurant- und Verpflegungsleistungen sind kein reiner Warenverkauf: Die Erleichterung von der Einzelaufzeichnung für den Warenverkauf an unbekannte Kunden greift im Restaurant nicht. Beim reinen Außer-Haus-Verkauf im Einzelfall mit Steuerberatung klären. (§ 146 Abs. 1 AO)
- Speisen im Restaurant und bei Verpflegungsdienstleistungen werden mit 7 % besteuert, Getränke mit 19 %. Die Kasse muss beide Steuersätze getrennt erfassen und auf dem Beleg ausweisen. (§ 12 Abs. 2 Nr. 15 UStG)
- Der Beleg nennt Entgelt, Steuerbetrag und Steuersatz, TSE-Seriennummer, Transaktionsnummer und Signaturzähler – lesbar oder als QR-Code. (§ 6 KassenSichV)
- Mit elektronischer Kasse: TSE-Pflicht (§ 146a Abs. 1 AO), Beleg für jeden Kunden (§ 146a Abs. 2 AO), Meldung ans Finanzamt innerhalb eines Monats (§ 146a Abs. 4 AO).
Welche TSE zertifiziert ist, zeigt die vollständige BSI-Liste mit 31 Zertifikaten.
Kasse für Gastronomie kaufen: in dieser Reihenfolge
- TSE prüfen: Nur eine zertifizierte TSE erfüllt § 146a Abs. 1 AO – Hersteller und Ablaufdatum vor dem Kauf in der BSI-Liste (31 Zertifikate) nachsehen.
- Kaufen oder mieten? Gesamtkosten über die geplante Laufzeit vergleichen – Rechner.
- Kartenzahlung mitplanen: Gebühren hängen stark vom Umsatz ab – Tarife vergleichen.
- Belege: Jeder Kunde bekommt einen Beleg (§ 146a Abs. 2 AO); auch elektronisch möglich.
- Melden: Kasse und TSE innerhalb eines Monats nach Anschaffung ans Finanzamt (§ 146a Abs. 4 AO).
Kartenterminal: Gebühren nach Umsatz
| Kartenumsatz/Monat | günstigster Tarif | Gebühren/Monat | 12 Monate | teuerster Tarif/Monat |
|---|---|---|---|---|
| 5.000 € | SumUp Zahlungen Plus (0,79 % + 19 €/Monat) | 59 € | 702 € | 79 € |
| 15.000 € | SumUp Zahlungen Plus (0,79 % + 19 €/Monat) | 138 € | 1.650 € | 209 € |
| 30.000 € | SumUp Zahlungen Plus (0,79 % + 19 €/Monat) | 256 € | 3.072 € | 417 € |
Beispielumsätze, keine Branchendurchschnitte. Ohne Gerätekosten. Listenpreise laut Preisseiten der Anbieter, netto zzgl. MwSt. Prozentsatz gilt für Vor-Ort-Zahlungen mit Girocard bzw. Verbraucherkarten aus dem EWR; Firmen-, Premium- und Amex-Karten kosten bei einigen Anbietern mehr. Aktionspreise sind nicht berücksichtigt. Mit eigenem Umsatz rechnen
Kasse kaufen oder mieten?
Ob sich Kauf oder Miete lohnt, hängt von Anschaffungspreis, Monatskosten und Laufzeit ab: Kauf-oder-Miete-Rechner.
Andere Branchen
- Kasse für Friseur und Kosmetik
- Kasse für Einzelhandel und Kiosk
- Kasse für Hofladen, Marktstand und Wochenmarkt
- Kasse für Taxi und Mietwagen
Allgemeine Information, keine Steuerberatung.
Stand: Rechtslage geprüft am 08.11.2026 im Gesetzestext, Tarife abgerufen am 08.11.2026.
Häufige Fragen
Braucht ein Betrieb in der Branche Gastronomie eine Registrierkasse?
Eine Pflicht zur elektronischen Kasse gibt es nicht. Auch mit offener Ladenkasse ist aber jeder Vorgang einzeln aufzuzeichnen – die Erleichterung gilt nur für den Warenverkauf (§ 146 Abs. 1 AO). Wer eine elektronische Kasse benutzt, braucht eine zertifizierte TSE.
Was kostet Kartenzahlung bei 15.000 € Umsatz im Monat?
Im günstigsten Tarif (SumUp Zahlungen Plus) etwa 138 € Gebühren im Monat, im teuersten der 7 verglichenen Tarife 209 € (Listenpreise netto, Stand 08.11.2026).
Muss die Kasse beim Finanzamt gemeldet werden?
Ja. Kasse und TSE sind innerhalb eines Monats nach Anschaffung elektronisch mitzuteilen (§ 146a Abs. 4 AO).